Egal ob es in eurem nächsten Offsite mehr um Strategie, Spaß, beides oder nichts davon geht, sind hier ein paar do’s [bzw. dont’s] die es meiner Erfahrung nach zu beachten gibt. Viel Spaß beim Lesen!
Oftmals hat jede:r im Team unterschiedliche Erwartungen, was Teamtage oder Offsites angeht – und das ist auch gut so! Problematisch wird das erst, wenn diese Erwartungen vorher nicht sichtbar gemacht und besprochen werden. Deshalb empfehle ich, mindestens 4 Wochen vorab im Team ein Feedback zur geplanten Agenda einzuholen oder diese direkt gemeinsam festzulegen, z.B. durch MoSCoW-Priorisierung oder mithilfe eines simplen Dot-Votings:
Ich habe mich bei einem 3-tägigen Offsite mal gefragt, warum die Stimmung so angespannt war. Dann habe ich am 2. Tag erfahren, dass außer der Führungskraft niemand freiwillig angereist ist. Am 3. Tag waren wir uns einig, dass das vielleicht am Ende auch ganz gut so war.
Dennoch solltet ihr Moderator:innen vorab über mögliche Widerstände oder bestehende Konflikte informieren, sodass diese bewusst an- oder umgangen werden können. Manchmal lohnt es sich auch, einen Konflikt vorab zu „bearbeiten“, sodass dieser nicht unterschwellig die Stimmung der gesamten Gruppe drückt. Ihr seid euch sicht sicher, wie so eine passende „Bearbeitung“ für euren Konflikt aussehen kann?
Dann könnte euch folgende Übersicht ausgewählter Konfliktstufen nach Friedrich Glasl inkl. möglicher Interventionen behilflich sein:
Mindestens die Sitzordnung sollte sich von der in euren regulären Teammeetings unterscheiden [z.B. Stuhlkreis statt Tischinsel], denn dies hat eine größere Wirkung, als uns oft bewusst ist. Hier sollte die Planung der Räumlichkeiten aber im Idealfall noch nicht enden: wo können auch spontan Gespräche entstehen? Im Nebenraum? Bei den Snacks oder vielleicht sogar draußen? Macht Begegnung und Kontakt auch außerhalb des Hauptraums möglich – denn diese Nebenbühnen sind oftmals genauso entscheidend wie das Hauptprogramm! In der Vorbereitung von Offsites frage ich beispielsweise nach schönen Spazierrouten, einem geselligen Garten oder [jap!] einem Trampolin!
Sowohl bei Meetings als auch in mehrtägigen Workshops gibt es nichts Schlimmeres, als orientierungsloses Rumgequatsche. Auch, wenn es durchaus sinnvoll sein kann, Fragestellungen erstmal offen[er] zu formulieren, sollten diese ein übergeordnetes Ziel verfolgen. Um direkt zu Beginn eines Offsites klar zu stellen, worauf solche offenen Diskussionen einzahlen, empfehle ich z.B. eine “Definition of Done” aufzustellen. Auf dieser können pragmatische Punkte wie „alle im Team stimmen dem überarbeiteten Angebotsprozess zu“ ebenso wie “jede:r hat mindestens eine inspirierende Unterhaltung außerhalb des Seminarraums geführt” Platz finden.
Idealerweise ist die Definition of Done über den Verlauf des Offsites für alle sichtbar und wird zum Ende abgehakt. Es kann beispielsweise auch vereinbart werden, dass “Done” bedeutet, dass ihr 80% der Punkte abhaken konntet.
Burnoutmüde ist man, wenn man viel von Dingen gemacht hat, die einem nicht [mehr] gut tun. Schwimmbadmüde sind Kinder, die gerade von einer tollen Geburtstagsparty kommen und erschöpft, aber zugleich erfüllt von tollen Erfahrungen sind. Auspowern ist auch bei Offsites erlaubt und sogar erwünscht. Mithilfe einer abwechslungsreichen Agenda, einladenden Haupt- und Nebenbühnen und einer lebendigen Atmosphäre kann Auspowern aber auch empowernd wirken! Und genau darauf ist meine Organisation und Moderation von Offsites, Teamevents und Klausurtagungen ausgerichtet!
Komm gern auf mich zu, wenn du an einem kostenlosen, 30-minütigen Gespräch hierzu interessiert bist!